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Die Finanzwissenschaft ist ein Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre. Ihr Gegenstand ist die Theorie und Politik der öffentlichen Finanzwirtschaft und deren Wechselbeziehungen zum privaten Sektor. Die Finanzwissenschaft betrachtet das staatliche Handeln aus normativer und aus positiver Perspektive. Erstere untersucht effizienz- und gerechtigkeitsorientierte Motive für die staatliche Aktivität und entwickelt Handlungsanleitungen für die Finanzpolitik. Letztere entwickelt Erklärungsansätze für das tatsächliche Handeln der finanzpolitischen Akteure. Zu den Teilgebieten der Finanzwissenschaft zählen die öffentlichen Einnahmen, insbesondere Steuern und öffentliche Kredite, und die öffentlichen Ausgaben für staatlich bereitgestellte Güter sowie die Systeme der sozialen Sicherung.
Das moderne Public Management untersucht das Verhalten der öffentlichen Administration aus anreizorientierter Perspektive. Es wendet die analytischen Instrumente des Public Choice und der kontrakttheoretisch orientierten Governance-Literatur auf die spezifischen Anreizmechanismen der öffentlichen Administration an und verbindet dabei finanzwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Erklärungsansätze. Zentral ist die Frage, wie sich Anreizmechanismen, die im Kontext der Corporate Governance entwickelt wurden, nutzbar machen lassen für die öffentliche Verwaltung, die ihrerseits geprägt ist durch öffentliche Willensbildungsprozesse sowie die spezifischen Bedingungen des eher regelgebundenen als ergebnisorientierten Budgeteinsatzes.
Weitere Informationen: Lehrstuhlleitfaden
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